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AN(GE)DACHT...

Wohin mit unserem Hunger?

Haben Sie auch solch einen Hunger? Sind wir nicht alle hungrig nach Begegnung mit unseren Freunden? Nach einer Umarmung? Danach, wieder jemanden direkt in die Augen sehen zu können? Oder hungrig nach einer unbeschwerten Feier? Was ist Ihr größter Hunger gerade? Ihr größtes nicht gestillte Bedürfnis? Die Bandbreite unseres persönlichen Hungers in dieser Zeit der Pandemie wird groß sein...

Wie gehen wir mit solch einem Hunger um? Ja, für manches gibt es Ersatz. Wir können telefonieren - mehr als sonst - und Videokonferenzen boomen. Manch einer setzt sich auch über die eine oder andere Schutzmaßnahme hinweg oder flüchtet in auf Dauer eher schädliche Handlungesweisen. Aber, geben wir es doch ruhig zu: All unsere Versuche können vielleicht den Hunger reduzieren, oder wirklich stillen?

Eine mögliche Alternative zeigt uns Jesus Christus. Auch er kannte Hunger. Einmal fastete er 40 Tage und Nächte in einer Wüste. Kein Wunder also, wenn wir dann in der Bibel den Satz finden: "... und er war sehr hungrig." Der Widersacher Gottes versuchte Jesus dann auf eine falsche Spur zu bringen: "Wenn du Gottes Sohn bist, dann befiehl, dass diese Steine hier zu Brot werden." Nun, Jesus war (und ist) Gottes Sohn. Ganz sicher hätte er sich selber etwas zu Essen beschaffen können, ob es nun durch eine Verwandlung der Steine oder auf anderem Weg gewesen wäre. Nur kurze Zeit später verwandelte er einfaches Wasser in herausragenden Wein. Ja, er hätte seinen Hunger stillen können, aber er entgegnet dem Versucher Erstaunliches: "Der Mensch lebt nicht nur von Brot, sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt."

Können wir uns diese Reaktion vielleicht als Beispiel nehmen? Mit unserem Hunger zu Gott kommen? Ihm unser Leid klagen und auf seine Antwort hoffen? Jesus spricht von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt. Und Gott kennt mehr Sprachen, als wir uns je vorstellen könnten. Egal, ob sie in Büchern oder Predigten, durch Musik oder andere Menschen, durch die Natur, Träume oder wie auch immer daher kommen. Was würde wohl passieren, wenn wir uns in dieser Zeit ganz bewusst und erwartungsvoll nach Gottes Wort für uns persönlich umschauen würden?